Abteilungsübergreifende KI-Strategie im Mittelstand
Müller Präzisionstechnik GmbH, München-Pasing
-65% Zeit
Auftragsbearbeitung
-40%
Qualitätsfehler
70% automatisiert
Kundenanfragen
Herausforderung
Manuelle Prozesse in Auftragsabwicklung, Qualitätskontrolle und Kundenservice bremsten das Wachstum bei steigendem Fachkräftemangel.
Lösung
Schrittweise KI-Implementierung in drei Abteilungen mit zentraler Datenbasis und unternehmensweitem Ausrollen nach erfolgreichem Pilotprojekt.
Ausgangssituation
Die Müller Präzisionstechnik GmbH ist ein familiengeführtes Unternehmen mit 65 Mitarbeitern. Spezialisiert auf CNC-Frästeile für die Automobilindustrie, stand das Unternehmen vor typischen Mittelstandsproblemen:
Die Herausforderungen:
- Auftragsabwicklung: 2 Mitarbeiter verbrachten 60% ihrer Zeit mit manueller Dateneingabe
- Qualitätskontrolle: Visuelle Prüfung aller Teile war zeitaufwändig und fehleranfällig
- Kundenservice: Standardanfragen (Lieferstatus, Preise) blockierten die technische Beratung
- Fachkräftemangel: Offene Stellen konnten nicht besetzt werden
Der Druck: Ein Großkunde forderte 20% kürzere Lieferzeiten — ohne mehr Personal war das nicht machbar.
Unser Vorgehen
Phase 1: Strategieworkshop (2 Wochen)
Gemeinsam mit der Geschäftsführung analysierten wir alle Abteilungen:
- Potenzialanalyse: Wo entstehen die größten Zeitverluste?
- ROI-Berechnung: Welche Automatisierungen amortisieren sich am schnellsten?
- Priorisierung: Auftragsabwicklung als erster Pilot identifiziert
Phase 2: Pilot Auftragsabwicklung (6 Wochen)
Problem: Aufträge kamen per E-Mail, Telefon und Fax. Mitarbeiter übertrugen Daten manuell ins ERP.
Lösung:
- KI extrahiert Auftragsdaten automatisch aus E-Mails, PDFs und Faxen
- Plausibilitätsprüfung gegen Kundenstammdaten
- Automatische Anlage im ERP mit manueller Freigabe
Ergebnis nach 8 Wochen:
- 80% der Aufträge vollautomatisch erfasst
- Durchschnittliche Bearbeitungszeit: von 12 Minuten auf 2 Minuten
- Ein Mitarbeiter konnte in die technische Kalkulation wechseln
Phase 3: Qualitätskontrolle (8 Wochen)
Problem: Jedes Teil wurde visuell geprüft. Bei 2.000 Teilen täglich ein enormer Zeitaufwand.
Lösung:
- Computer Vision System mit Kamera an der CNC-Maschine
- KI erkennt Oberflächenfehler, Maßabweichungen, Grate
- Nur auffällige Teile werden manuell nachgeprüft
Ergebnis:
- 95% der Teile automatisch geprüft
- Erkennungsrate Fehler: 99,2% (besser als manuelle Prüfung)
- Qualitätsprüfer kann sich auf komplexe Teile konzentrieren
Phase 4: Kundenservice (4 Wochen)
Problem: 70% der Anfragen waren Standardfragen: Lieferstatus, Preisanfragen, Dokumente.
Lösung:
- KI-gestütztes Ticketsystem mit automatischen Antworten
- Integration mit ERP für Echtzeit-Lieferstatus
- Eskalation komplexer Fragen an Fachpersonal
Ergebnis:
- 70% der Anfragen automatisch beantwortet
- Durchschnittliche Antwortzeit: von 4 Stunden auf 8 Minuten
- Technische Berater haben Zeit für Neukunden-Akquise
Technische Umsetzung
Self-Hosted Infrastruktur
Alle Systeme laufen auf eigenen Servern im Unternehmen:
- Datensouveränität: Keine Kundendaten in der Cloud
- Offline-fähig: Produktion läuft auch bei Internetausfall
- Integration: Direkte Anbindung an bestehendes ERP (proALPHA)
Skalierbare Architektur
- Zentrale KI-Plattform für alle Anwendungen
- Einheitliche Datenbasis verhindert Silos
- Erweiterbar für weitere Abteilungen
Ergebnisse nach 12 Monaten
| Bereich | Vorher | Nachher | Einsparung |
|---|---|---|---|
| Auftragsbearbeitung | 12 Min/Auftrag | 2 Min/Auftrag | 65% |
| Qualitätsprüfung | 30 Sek/Teil | 3 Sek/Teil | 90% |
| Kundenanfragen | 4h Antwortzeit | 8 Min | 97% |
| Fehlerquote Produktion | 2,1% | 1,3% | 40% |
Geschäftliche Auswirkungen:
- Großkunden-Anforderung erfüllt ohne neue Einstellungen
- 2 Mitarbeiter in wertschöpfende Tätigkeiten umgeschult
- ROI der Investition: nach 9 Monaten erreicht
Das sagt die Geschäftsführung
“Wir waren skeptisch, ob KI für einen Mittelständler wie uns funktioniert. Die schrittweise Einführung mit dem Pilotprojekt hat uns überzeugt. Heute fragen die Mitarbeiter selbst, welche Prozesse wir als nächstes automatisieren können.”
— Maria Müller, Geschäftsführerin
Übertragbarkeit
Ideal für:
- Mittelständische Produktionsunternehmen (30-200 Mitarbeiter)
- Unternehmen mit hohem Anteil manueller Dateneingabe
- Betriebe mit Qualitätsprüfungsprozessen
- Firmen mit hohem Kundenanfragevolumen
Die Implementierung erfolgte über 6 Monate, gestaffelt nach Abteilungen. Jede Phase wurde erst nach Erfolgsmessung erweitert.
Ähnliches Projekt für Ihr Unternehmen?
Wir analysieren Ihre Prozesse und zeigen Ihnen konkret, welche Einsparungen möglich sind.
Kostenlose Erstberatung buchen